Leider wurde von den Wandmalereinen in den letzten 500 Jahren das meiste übermalt, abgerissen oder ging durch Umbauten verloren. Der Rundgang führt zu verbliebenen Malereifragmenten in Schloss und Spiegelstube, die in den letzten Jahren von Restauratoren freigelegt werden konnten.

Der Baumeister Konrad Krebs stand mit seinem Wendelstein Leonardo da Vincis Treppenentwurf für Schloss Chambord in nichts nach. Man vermutet, Krebs hätte sich von Schloss Blois, ebenfalls an der Loire in Frankreich gelegen, inspirieren lassen. Die Spiegelstube über dem Wendelstein ist eine Zusammenarbeit zwischen Krebs und Cranach.

Auch der Baumeister und Bildhauer Konrad Schröter, der die Arbeiten von Krebs an Schloss Hartenfels weiterführte, war einer der Großen seiner Zeit.


Workshop: Auf den Spuren der Cranachwerkstatt und ihrer Schüler in Torgau

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen malen mit den Methoden und Materialien der damaligen Zeit mit selbst hergestellten Temperafarben auf Papier. Nicht nur die gemalten Fragmente im Schloss dienen als Inspiration für eigene Entwürfe. Auch Zeichnungen aus dem berühmten Torgauer Buch der Renaissance, dem Kräuterbuch des Arztes Johannes Kentmann aus Torgau, das er 1563 für den Kurfürsten August von Sachsen anfertigen ließ. Der Maler des Buches David Redtel war sehr wahrscheinlich ein Schüler der Cranachs und malte für dieses Buch Bilder in Tempera von „sechshundert schonen auserlesenen hielendischenn, vnd fremden Gewechsen, …“

Dauer: 90 -120 min
Altersempfehlung: Klasse 1 - 10
Fachbezug: Kunst, Geschichte, Sachunterricht, Biologie, Chemie
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